Anzefahr 1

Am 29. September gegen 13.30 Uhr erreichte die Trachtenkapelle aus dem 400 Kilometer entfernten Thierhaupten bei strahlendem Sonnenschein, herzlich begrüßt von Anzefahrern, den Ortseingang.

Traditionsgemäß spielten und marschierten sie durch den Ort. Ziel und Grund war das Hof- und Oktoberfest auf „Koch’s Hoob“ am anderen Ende der Marburger Straße. Dort erwartete sie schon die langjährigen Anzefahrer Freunde. Eine Freundschaft, die nun schon seit über 40 Jahren zwischen den Hessen und Bayern besteht. Mit der Festkapelle konnte das Oktoberfest beginnen. Doch zuvor bekamen „Hubert“ und „Mia“ auf ihrem Geflügelhof ein Ständchen aufgespielt.Zurückauf„Koch’sHoob“gabeseinProgrammfürdieKinder, sogar mehrere Trachtentänze wurden eingeübt und vorgetragen. Ab 19 Uhr begann das eigentliche Oktoberfest auf dem stilvoll dekorierten Hof, den die Familie Kißling dankenswerterweise dem Ausrichter „der Kolpingfamilie Anzefahr“ zur Verfügung gestellt hatte. Bei zünftiger Musik vergnügten sich die Anzefahrer und unzählige Besucher aus Nah und Fern im brechend vollen Festzelt bis in die frühen Morgenstunden. Auch die „Großen“ studierten im Laufe des.Anzefahr 2


Abends mehrere Trachtentänze ein. Mit „Siggi“ dem 1. Vorplattler des Heimat- und Trachtenvereins Thierhaupten hatten die Musiker einen kompetenten Mann im Gepäck. Gegen 2 Uhr des Folgetages wurden die Lechtaler Musikanten mit einem kleinen Feuerwerk verabschiedet. Alle waren sich einig: „Schön war’s wieder mit Euch!“ Ergo: Freundschaften müssen gepflegt werden, wenn sie Jahrzehnte überdauern sollen. Und das haben die Anzefahrer und ihre Bayrischen Freunde heuer wieder einmal unter Beweis gestellt. Ein Wiedersehen im Jahr 2019 hat die Kolpingfamilie Anzefahr bereits ins Auge gefaßt: Beim Vereinsausflug ins „Deutsche Museum München“ soll auf dem Rückweg das Gartenfest in Thierhaupten besucht werden.

 

Quelle: Kirchhainer Anzeiger 

Bereits zum 14. Male hieß es für die Jugend des Thierhauptener Musikvereins „Unsere Jugend macht Musik“ im gut gefüllten Tassilosaal des Klosters.

Zum Einstieg gab es den „Marsch aus Aibling“, mit dem ein Bläserquintett unter der Regie von Josef Kretzmann auf das weitere Programm einstimmte. Es folgten das Klarinettenensemble mit seinem Ausbilder Frank Gruber, ein Querflötentrio und schließlich die Schlagzeuger mit perfekten Rhythmen.Jugendkonzert 2018

Stefan Gastl am Taktstock präsentierte mit den Jungbläsern den Klangkörper der Zukunft, unter anderem mit der „Sternpolka“. Eine reine Damensache, wie schon zuvor bei den Klarinetten, war das von Jürgen Neukirchner instruierte Saxofonensemble. Der „Ragtime Dance“ und die weiteren Stücke entführten in die 40er- und 50er-Jahre des vorigen Jahrhunderts. Etwas moderner wurde es nach kurzem Umbau auf der Bühne mit der Jugendkapelle. Manfred Braun und seine Schützlinge spielten „Concerto d’Amore“ von Jacob de Haan, „Hallelujah“ von Dean Jones und das unvergängliche „Music“ von John Miles. Nach gut 90 Minuten markierte „The Second Waltz“ von Schosta-kowitsch den Schlusspunkt. Mit reichlich Applaus durfte sich jede der aufgetretenen Gruppierungen den Lohn für die zahlreichen Probestunden einstreichen.

Quelle: Augsburger Allgemeine 

 

Auf der Nase die Sonnenbrille, in der Hand die Trompete: Zu einem ganz besonderen Auftritt am Thierhauptener Badeweiher tauschte der ortsansässige Musikverein Leder- gegen Badehose, Dirndl gegen Bikini. Auf einem Floß spielend, trieben die Musikanten zwischen zahlreichen Badegästen durchs Wasser. Auslöser für diese außergewöhnliche Aktion am Badeweiher: eine verlorene Wette. Der Dirigent der „Original Lechtaler Musikanten“, Bernhard Kiss, klärt auf: „Jedes Jahr veranstalten die Thierhauptener Musikanten einen Faschingsball. Dazu gehört auch eine Saalwette, die wir heuer leider verloren haben.“

In diesem Jahr drehte sich beim Faschingsball im Tassilosaal des Klosters Thierhaupten alles rund ums Thema Zirkus – so auch die Saalwette: Der Musikverein forderte seine Gäste dazu auf, sich in Gruppen zusammenzufinden, um dann der Verkleidung entsprechend verschiedene Zirkusnummern aufzuführen. Sollten die Gastgeber verlieren, würde im Sommer ein „Badefest“ am ortsansässigen Weiher ausgerichtet werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Verein seine Saalwette verloren: Zur Einlösung des Wetteinsatzes spielten die Musikanten während der Festwoche frühmorgens im Schlafanzug in einem Umzug Richtung Festplatz. Auch heuer nahmen die bunt kostümierten Faschingsfreunde im Saal die Herausforderung an und schafften es erneut: So entstanden unter anderem eine Attraktion mit tanzenden Zebras, Giraffen und anderen Tieren, eine Clowns- und eine Artistenshow. Die Gäste gewannen.

Wetteinloesung

Am vergangenen Wochenende nun lösten die Verlierer ihren Wetteinsatz ein. Dazu trafen sich knapp 30 Musikanten am Marktplatz in Thierhaupten. In Badebekleidung und mit Marschmusik zog der Verein durchs Dorf und zum außerhalb gelegenen Badeweiher. „Es sind auch einige Zuschauer mitmarschiert“, fügt der Dirigent hinzu. Am Zielort angekommen, spielten die Lechtaler im Schatten der Bäume und bunter Sonnenschirme, für alle Gäste gab es Bratwurst, Freibier und andere kühle Getränke. Dass der gesamte Musikverein kurze Zeit später mit erhobenen Instrumenten durchs Wasser Richtung Floß watete, habe man vorher nicht geplant, so Bernhard Kiss. Nichtsdestotrotz spielten die Musikanten zwischen Luftmatratzen und planschenden Kindern, während die schwimmende Plattform langsam über den Weiher trieb. Das sorgte für Begeisterung und viel Beifall unter den Zuschauern.

Alles in allem spricht Kiss von einer Riesengaudi sowohl für den Musikverein als auch für die Gäste. Bei strahlendem Sonnenschein war am Badeweiher sehr viel los. „Unser Freibier sind wir gut losgeworden und es wurde alles aufgegessen“, fasst der Dirigent zusammen und fügt lachend hinzu: „Vielleicht machen wir das mal wieder

Quelle: Augsburger Allgemeine 

Zur mittlerweile fünften Auflage der Lechtalserenade waren alle Blasmusikfreunde am Samstagabend in den Innenhof des Thierhauptener Klosters geladen. Nach klassisch und modern gab es mit dem von 120 Musikern und Musikerinnen vorgetragenen „Moment for Morricone“ von Johan de Meij und der Bayernhymne für 100 Jahre Freistaat einen glänzenden tönenden Schlussakkord.

Bei zwar sommerlichen Temperaturen aber einem doch kühlen Lüftchen eröffnete die SGL Werks-kapelle unter der Leitung von Teresa Kiss mit Olympic Spirit von John Williams den Abend. Es folgte eine bunte Mischung mit einem Bogen von der Klassik mit der „Festmusik von Wien“ von Richard Strauß, vorgetragen vom Musikverein Ellgau unter der Leitung von Manfred Braun bis hin zur Moderne, einem Ausschnitt aus dem „Tanz der Vampire“ von Jim Steinman, welchen der Musikverein Thierhaupten mit Andreas Glatzmaier am Taktstock zu Gehör brachte.

Dazwischen gab es mit „Feeling Good“ von den Ellgauern auch ein Stück mit Gesang (Sebastian Koch als Solist)

Serenade 2018

Die drei Kapellen sagten ihre Stücke selbst an und vermittelten dabei auch Hintergründiges. Eher hintersinnig und mit einem gewissen Augenzwinkern, aber fast schon profihaft waren die gemeinsamten Ansagen von Katharina Herzog und Maximilian Kienberger. Am Ende formierten sich die drei Musikkapellen zum Gemeinschaftschor.

„Moment for Morricone“ entführte mit Ausschnitten aus Stücken des bekannten Komponisten auch in die Welt des Westerns „The good, the bad and the ugly“, hierzulande als „Spiel mir das Lied vom Tod“ bekannt. Unter der Regie von Andreas Glatzmaier spielten die 120 Musikerinnen und Musiker zum Ende der Serenade anläßlich des 100-jährigen Bestehen des Freistaates noch die Bayernhyme.

Ans Heimgehen war jedoch längst nicht zu denken, denn auf der Bühne fand sich ein bunt zusammengewürfelter Haufen, der unter der Leitung von Urgestein Hans Kaiser mit böhmische Blasmusik aufspielte. Dem Ehrendirigenten der Original d´Lechtaler Musikanten war der Spaß an der Sache sichtlich anzumerken.

Schon am Sonntag ging es weiter mit Blasmusik im Thierhauptener Kloster. Beim Gartenfest des Musikvereins unterhielten die Jugendkapelle, der Musikverein Reutern und die Original d´Lechtaler Musikanten. Mittagstisch, Kaffee und Kuchen luden mit der Biergartenmusik zum Verweilen. (WAH)

Quelle: Augsburger Allgemeine 

 

Rekordverdächtige Kulisse beim Osterkonzert des Musikvereins Thierhaupten 

Voll auf ihre Kosten kamen am Ostersonntag die Gäste des Musikvereins Thierhaupten. In einem begeisternden Konzert sprang der Funke von der Bühne sofort auf die rekordverdächtige Kulisse über, weshalb die Akteure erst nach zwei Zugaben entlassen wurden. Die Besucher indes durften ein starkes Hörerlebnis aus dem Tassilosaal mit nach Hause nehmen. 

Positiv überrascht wurde der Musikverein Thierhaupten bei seinem mittlerweile 35. Osterkonzert vom Besucherinteresse. Um dem rekordverdächtigen Andrang Herr zu werden, wusste man sich jedoch zu helfen und erweiterte kurzerhand die Bestuhlung. Vorsitzender Markus Birkner versprach nicht zu viel, als er in seiner Begrüßung ein abwechslungsreiches Programm ankündigte. Ein besonderer Gruß galt den anwesenden befreundeten Musikvereinen und der ASM-Bezirksvorsitzenden Angela Ehinger mit ihrem Team. Gekonnt führte Anja Gastl durch das Programm, vermittelte Informationen zu Komponisten und Stücken und schärfte somit das Gehör der Besucher für die einzelnen Sequenzen. Besonders deutlich wurde dies bei „Pilatus: Mountain of Dragons“ von Steven Reineke. Ohne die einleitenden Worte wären wohl der beeindruckende Sonnenaufgang, der fröhliche Aufbruch der Bergsteiger und der anschließende Kampf, der schließlich für mindestens einen Beteiligten tödlich endet, nicht so intensiv angekommen. Osterkonzert 2018

In aller Munde ist immer wieder der „Herr der Ringe“. Dirigent Andreas Glatzmaier wählte für sein Debüt im Tassilosaal den fünften Satz von Johan de Meijs Sinfonie aus, übernahm dazu gleich selbst die Einführung und ließ das Publikum wissen, dass in den ersten vier Sätzen der Sinfonie nichts Wesentliches geschieht. Durch das Anspielen weniger Takte – Trompeten künden die Ankunft Gandalfs, Klarinetten und Flöten symbolisieren die Elben – waren die Hörer anschließend praktisch mitten im Geschehen. Spannend ging es auch im zweiten Teil weiter: „Persis“ von James L. Hosay mündete in eine wilde Verfolgungsjagd, die musikalisch erst wieder mit den anschließenden „Songs from the Catskills“ von Johan de Meij zur Ruhe kam.

Einen ganz speziellen Auftritt hatten die Schlagwerker Thomas Wenninger, Maximilian Maier und Georg Reinsch mit dem „Sandpaper Ballet“ von Leroy Anderson. Dabei kamen weder Trommel noch Sticks zum Einsatz, sondern Schmirgelpapier und weiße Handschuhe. Die unterschiedliche Körnung sorgte für feine Klangnuancen, ehe „The Thunderer“ von John Philip Sousa im Stile eines typisch amerikanischen Marsches das über zweistündige Programm beendete. Tosender Applaus und rhythmisches Klatschen waren nicht nur Lohn für die Akteure auf der Bühne, sondern gleichzeitig die Forderung nach einer Zugabe, für die „Yagibushi“ das Publikum nach Japan entführte. Endgültig Schluss war aber erst nach einer weiteren geforderten Zugabe in Form des „Second Waltz“ von Schostakowitsch. 

In der „Aftershowparty“ im Musikheim lobten Dirigent Andreas Glatzmaier und Vorsitzender Markus Birkner den Abend und die Leistung der Aktiven, die seit dem Dreikönigskonzert auf dieses Ereignis hin geprobt hatten. Die Akustik im Saal sei nach der Umgestaltung zwar besser, könne aber wohl zwangsläufig das Klangvolumen des Kirchenschiffes nicht erreichen, so das fachmännische Urteil. 

Quelle: Augsburger Allgemeine