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Gartenfest 2016
 

Die Abschlussprüfung

Wenn 70 Musiker, fünf Lieder und drei Juroren über ein Dirigentenleben entscheiden

Die Anspannung war groß auf dem Examenskonzert von Dirigentin Jasmin Zimmer an der Thierhauptener Mittelschule. Die Turnhalle wurde zum großen Prüfungssaal. Seit zwei Jahren leitet Zimmer das Gesamtorchester des Thierhauptener Musikvereins. Mit dem Examenskonzert beendete die 35-Jährige ihren Bachelorabschluss in dem Fach Musik mit dem Studienprofil Blasorchesterleitung.Pruefung

Um die Abschlussprüfung zu bestehen, musste Zimmer die dreiköpfige Jury aus Prof. Dr. Maurice Hamers, Thomas Ludescher und Lothar Uth überzeugen. Vier bekannte Lieder sowie ein unbekanntes Stück musste das Orchester unter Zimmers Leitung spielen. Die 70 Musiker, größtenteils aus Mitglieder des Thierhauptener Musikvereins, hatten dafür mehrmals eigens geprobt. Das Dirigieren sowie das vorhergegangene Einüben von drei bekannten Liedern waren für das Fach Dirigat notwendig. Für die Prüfung im Fach Instrumentation spielte das Orchester das ebenfalls einstudierte Stück „A Somerset Rhapsody“. Das Werk von Gustav Holst war ursprünglich für ein Sinfonieorchester komponiert, weshalb Zimmer die Noten zunächst für das Blasmusikensemble übersetzen musste. Knapp zwei Wochen habe sie allein für das Umschreiben benötigt, erinnerte sich die Bachelorandin.

Der letzte Prüfungsteil verlangte erneut viel von dem Orchester und der Dirigentin ab. Bei der sogenannten Lehrprobe wurde den Musikern ein vollkommen unbekanntes Stück vorgelegt. Die Dirigentin hatte dabei die schwere Aufgabe, das Orchester an das neue Musikstück heranzuführen.

Um die Leistung der Kandidatin bei dieser Prüfungsaufgabe noch besser beurteilen zu können, mischte sich die Jury sogar unter das Orchester. Takt für Takt kämpfte sich Zimmer gemeinsam mit den Musikern durch die Aufgabe. Hochkonzentriert und mit viel Geduld erklärte die Dirigentin, worauf es in dem neuen Stück besonders ankomme. Immer wieder forderte sie dabei die einzelnen Register auf, die schwierigen Stellen nochmals zu wiederholen.

Nach einer halbstündigen Beratung verkündeten die Juroren das Ergebnis. Jasmin Zimmer überzeugte und bestand die Bachelorprüfung mit den Noten gut und sehr gut. Ein Dirigent müsse an die Erinnerungen der Zuhörer anknüpfen, und die Musik zum Leben erwecken, sagte Prof. Dr. Maurice Hamers vom Leopold-Mozart-Zentrum in Augsburg. „Es war ein fantastisches Erlebnis,“ fasste der Bachelor-Betreuer das Abschlusskonzert seiner Studentin zusammen.

Besonders seien an der Absolventin und ihrer Arbeitsweise, dass sie die Philosophie der Fakultät, das Musizieren mit Herz und Seele, vorbildlich vereine. Ob sie an den Bachelor auch einen Master anhängen wird, ist noch nicht sicher. Den Thierhauptener Musikverein werde sie aber auch nach dem Abschluss als Dirigentin weiterhin anführen, versprach Jasmin Zimmer.

Quelle: Augsburger Allgemeine


Dirigent/in gesucht!

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Musikverein Thierhaupten 1863 e.V. sucht für die Original D’Lechtaler Musikanten ab sofort einen engagierten und vereinsorientierten Dirigenten (m/w).

Wir sind eine traditionsbewusste Kapelle mit ca. 30 Musikantinnen und Musikanten, die tief in der böhmisch-bayerischen Blasmusik verwurzelt ist und diese mit Begeisterung pflegt. Wir sind aber auch bekannt für unsere moderne Unterhaltungs- und Stimmungsmusik, wobei wir uns dort in den vergangenen Jahren ein umfangreiches Repertoire aufgebaut haben. Durch diese Vielfältigkeit können wir flexibel auf Anfragen sowie gezielt auf das jeweilige Publikum eingehen. Dabei spielen wir stets in der typischen „Egerländer Besetzung“, die wir nur für den modernen Teil durch zusätzliche Saxophone und einen E-Bass erweitern.

Unsere zahlreichen Auftritte und Termine absolvieren wir überwiegend in den Sommermonaten, wie z.B. an der alljährlichen Thierhauptener Festwoche. Feste Bestandteile im Jahresablauf sind auch unser vereinseigener Faschingsball sowie Auftritte im Ort und der näheren Umgebung. Gelegentlich sind wir auch im Ausland unterwegs, so waren wir in den letzten Jahren schon mehrmals eine der Festkapellen am Septemberfest in Carrara/Italien.

Wenn Sie nun der Meinung sind, dass Sie zu uns passen und diese Beschreibung Ihren Vorstellungen entspricht, dann würden wir uns sehr über Ihre Bewerbung freuen (vorzugsweise per E-Mail). Gerne stehen wir Ihnen bei weiteren Fragen zur Verfügung.

Mehr Informationen über unseren Verein und die Original D’Lechtaler Musikanten finden Sie auch unter www.musikverein-thierhaupten.de.

Anfragen und Bewerbungen

Musikverein Thierhaupten 1863 e.V.
1. Vorstand Markus Birkner
Klosterberg 8
86672 Thierhaupten
Handy: 0178/549 9179


Musikverein trifft den Geschmack der Zuhörer 

Es mussten noch zusätzliche Stühle geholt werden, so groß war der Andrang der Zuhörer zum Osterkonzert des Musikvereins Thierhaupten.Osterkonzert 2016

Trotz des frühen Osterfestes im Jahr spielte das Orchester ein anspruchsvolles Programm. Dies war Ergebnis einer intensiven Probenphase mit Dirigentin Jasmin Zimmer. Im ersten Konzertteil gab das Orchester nach „The Golden Year“ von Alfred Reed als Einleitung drei Stücke der Oberstufe zum Besten. Dem Zuhörer wurde volle Konzentration abverlangt bei „Legend“ von Paul Creston, einem Lied über den Umgang mit dem Tod. Weiter ging es mit der „Second Suite in F“ von Gustav Holst. Gleich vier Sätze umfasste das Stück, bei dem jede Instrumentengruppe einmal in den Vordergrund treten konnte.

Zu „Cobra“ von Jan Bosveld wurden zu jedem Satz die Gemälde der gleichnamigen Künstlervereinigung aus den 60er-Jahren an die Wand projiziert. Es geht dabei um die Revolution der Malerei – von klaren Strukturen zu moderner Kunst. Anja Gastl erläuterte die Bedeutung der einzelnen Bilder und Musikstücke in ihren Ansagen, wie auch alle anderen Stücke.

Die musikalische Geschichte des „Robinson Crusoe“ von Bert Appermont machte den Beginn der zweiten Runde. Darauf folgte das Arrangement „The Jungle Book“ von John Moss. Viele der Melodien waren den Zuhörern bekannt aus der berühmten Walt-Disney-Produktion.

Mit „Annie’s Trumpet Dream“ von Christoph Walter zeigte das gesamte Trompetenregister kraftvoll sein Können. Auch das nächste Stück – „Tanz der Vampire“ von Jim Steinman – traf den Geschmack des Publikums. Das Orchester lief zur Höchstform auf und präsentierte zum Abschluss die bekannteste Komposition von Julius Fucik, den „Florentiner Marsch“

Quelle: Augsburger Allgemeine