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9597 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Längst Geschichte ist die 45. Festwoche Thierhaupten. So traditionsreich wie das beliebte Volksfest selbst ist das Helferfest, bei dem sich der Veranstalter bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern mit einer Abendveranstaltung bedankte. Rund 300 Frauen und Männer fanden sich dazu im großen Klostersaal ein. Wären alle 457 registrierten Helfer gekommen, wäre der gewählte Veranstaltungsort viel zu klein gewesen.

Der Vorsitzende des Musikvereins, Franz Hölzl sagte, dass sein Verein und der rührige Festausschuss auf sechs erfolgreiche Tage zurückblicken können, die nur deshalb möglich waren, da insgesamt 457 Ehrenamtliche über 9597 Stunden geleistet haben.Festwoche 2011 011

Die wahren Helden der fünften Jahreszeit in Thierhaupten seien die ehrenamtliche Helfer, die das besondere Flair ausmachen und dank derer es möglich sei, dass die Maß
Bier mit 5,40 Euro sehr günstig angeboten werden konnte, sagte Bürgermeister Franz Neher.

An diesem Abend fand die Preisverleihung für den Luftballonwettbewerb vom Kindernachmittag statt. Den ersten Platz gewann Katharina Schawohl aus Thierhaupten, deren Luftballon bis ins 216,5 Kilometer entfernte Polling in Österreich geflogen war.

Quelle: Augsburger Allgemeine

MV Thierhaupten bei Wertungsspiel in Mering mit Bestnoten ausgezeichnet

Der Musikverein Thierhaupten 1863 e.V. hat am 09.04.2011 beim Wertungsspiel in Mering (ASM-Bezirk 14) in der Mittelstufe teilgenommen und auf ganzeWertungsspiel_2011r Linie überzeugt.

Die 44 Musikerinnen und Musiker des Gesamtorchesters unter der musikalischen Leitung von Milos Sousek bestanden mit Bravour vor der Fachjury, die die beiden vorgetragenen Stücke „Cantus Jubilante“ von David Shaffer (Pflichtstück Mittelstufe) sowie „Tales of a Distant Star“ von Naoya Wada (Selbstwahlstück) zu bewerten hatte. Dabei konnte jeder der drei Juroren, darunter der im Blasmusikbereich sehr bekannte Komponist Kurt Gäble, in insgesamt zehn einzelnen Kategorien bis zu zehn Punkte vergeben.

Schon bald nachdem die ersten Punkte der öffentlichen Bewertung durch die Jury vergeben waren, war allen Anwesenden klar, dass das Orchester aus Thierhaupten eine hervorragende Leistung erbracht hatte. Nachdem die Juroren noch einige Male die „10“ gezückt hatten, wurde dann das errechnete Gesamtergebnis durch Bezirksdirigent Andreas Thon verkündet: „Das Gesamtorchester des Musikvereins Thierhaupten erhält insgesamt 94 von 100 möglichen Punkten und schließt damit das Wertungsspiel mit ‚ausgezeichnetem Erfolg’ ab. Herzlichen Glückwunsch!“

Dieses fantastische Resultat wurde durch einen Jubelschrei des Dirigenten quittiert und von allen Musikerinnen und Musikern als Lohn für die intensive Probenarbeit begeistert aufgenommen. Mit Stolz geschwellter Brust und einem breiten Grinsen traten dann alle Teilnehmer aus Thierhaupten den Heimweg an und freuten sich noch das ganze Wochenende über ihren großartigen Erfolg.

Gartenfest 2011

„Wenigstens trocken war’s!“ So könnte das Fazit des Gartenfests des Musikvereins Thierhaupten und des Traditionsmarkts Peter und Paul lauten. Trotz der alles andere als lauen Sommertemperaturen kamen die Besucher aber auf ihre Kosten, da der Veranstalter wieder ein buntes Unterhaltungsprogramm auf die Beine gestellt hatte.

Den Auftakt bildete eine stimmungsvolle Serenade mit rund 100 Musikerinnen und Musikern am Samstagabend im Klosterinnenhof. Die Jugendkapelle und das Gesamtorchester des Musikvereins spielten zusammen mit dem Patenverein aus Aindling vor der bunten Südfassade des Klosters auf und ernteten viel Applaus für ihre schwungvollen, teils auch gefühlvollen Musikstücke. Den Abschluss bildete die Bayernhymne. Milos Sousek vom Gesamtorchester des Gastgebervereins dirigierte stehend auf einem Biertisch und die warm eingepackten Besucher im Biergarten sangen kräftig mit beim „Lied der Bayern“. Im weiteren Verlauf des Abends gastierte die Musikerformation Die Combonisten, die allesamt Mitglieder und Aktive des Musikvereins sind. Mit Musik aus den Zwanziger- und Dreißigerjahren gelang es bereits beim ersten Lied, Paare auf die extra aufgebaute Tanzfläche zu locken. Bis kurz vor Mitternacht wurde bei Rumba, Jive und Cha Cha Cha bei nur knapp über zehn Grad Celsius das Tanzbein geschwungen, ohne dass die Tanzfläche nur einmal verwaist gewesen wäre. Besonders viel Applaus erntete der Sänger von Die Combonisten, Thomas Bauer. Dieser genoss vom siebten bis 14. Lebensjahr bei den Augsburger Domsingknaben sechsmal die Woche eine Gesangausbildung und brillierte bei seinen Auftritten. Für die Zuhörer war es ein unvergesslicher Musikabend.

Traditionelle bayerische Blasmusik prägte den Hauptteil des Gartenfests am Sonntag. Bereits nach dem Gottesdienst spielte die Jugendkapelle unter der Leitung von Dirigent Richard Scheicher auf und die ersten Besucher ließen sich das Bier zum Frühschoppen schmecken.

Zeitgleich öffneten auch die Aussteller des traditionsreichen Peter-und-Paul-Markts im weitläufigen Innenraum der Klosteranlage ihre Stände. Neben Kleidung, Süßigkeiten, Biokäse und allerlei Kleinkram war auch Nützliches für den Haushalt zu finden. Aufgrund des fast dauerhaft bewölkten Wetters und des unangenehmen Windes kamen dieses Jahr aber weit weniger Aussteller als gewohnt. Wer da war, dürfte mit den Umsätzen kaum zufrieden gewesen sein.

Vom Wetter unabhängig waren die Malkursteilnehmer der Thierhauptener Künstlerin Sofie Weber, die ihre Kunstwerke im Refektorium des ehemaligen Klosters ausstellten. Die bunten Kunstwerke bereicherten den ehrwürdigen Raum und die Besucher zeigten sich erstaunt, wie viele Frauen in Thierhaupten und Umgebung mit Pinsel und Farben umgehen können.

Unter Linden- und Buchenbäumen lauschten derweil Unentwegte den Klängen der Trachtenkapelle aus Oberndorf und ab 18 Uhr den Original D’Lechtaler Musikanten aus Thierhaupten. Bei Kaffee und Kuchen, deftiger Brotzeit und einer (eis-)kalten Halben wurde die Hoffnung geäußert, dass bei der Festwoche, die der Musikverein vom 10. bis 15. August ausrichtet, die Sonne Thierhaupten verwöhnt.

Quelle: Augsburger Allgemeine

Show, Stimmung und ein Shuttlebus

In Thierhaupten wird sechs Tage lang gefeiert: Am 10. August beginnt die 45. Festwoche. Im Mittelpunkt steht die Blasmusik.

Sechs Festtage stehen der Marktgemeinde Thierhaupten ins Haus, wenn am Mittwoch, 10. August, die 45. Festwoche beginnt. Verantwortlich für die Organisation ist heuer der „Musikverein 1863 Thierhaupten“, der die Blasmusik in den Mittelpunkt des Interesses stellen will.

Vorbereitung

Seit über einer Woche steht in der Baarer Straße das Bierzelt auf dem Festplatz. Seit über einem Jahr planen der Festausschuss des Musikvereins und Festleiter Franz Hölzl das Spektakel.

Neuerungen

Beim Betreten des Festzeltes, in dem rund 2500 Gäste Platz finden, fallen neben den überdimensional großen Lebkuchenherzen unterm Zelthimmel der neue Holzboden auf, der keine Stolperfallen mehr hat. Für mehr Komfort dürften auch die fest installierten neuen Räumlichkeiten für die Toiletten sorgen, die zudem mit mobilen Containern ergänzt werden. Eine Neuerung ist auch der Einsatz eines Shuttlebusses.

Eröffnung

Traditionell eröffnet wird das bunte Festprogramm am Mittwoch, 10. August. Um 18 Uhr findet am Marktplatz ein Standkonzert statt, wobei auch ein Fass Freibier ausgeschenkt wird. Mit den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine geht es dann in einem kleinen Zug zum Festplatzgelände. Dort wird der Schirmherr, Bürgermeister Franz Neher, um 19 Uhr den Fassanstich vornehmen. Zum Festauftakt, der unter dem Motto „Tag der Vereine“ steht, spielen die Original D’Lechtaler Musikanten auf.

Im Dirndl zu Dolce Vita

Dolce Vita

Am ersten Show- und Stimmungsabend am Donnerstag, 11. August, tritt ab 20 Uhr die Band Dolce Vita auf. Die Profimusiker aus Freising spielen nach einjähriger Pause wieder in Thierhaupten und werden sicherlich ein begeisterungsfähiges Publikum in Dirndl und Tracht vorfinden.

Tag der Betriebe

„Zünftige Unterhaltung“ verspricht der Veranstalter am Freitag, 12. August. Beim „Tag der Betriebe und der Landwirtschaft“ spielen erneut die Original D’Lechtaler Musikanten auf.

Kinder- und Seniorennachmittag

Am Samstag, 13. August, steht ab 14 Uhr ein Kinder- und Seniorennachmittag auf dem Programm. Neben verbilligten Preisen im Vergnügungspark gibt es auch einen Kinderflohmarkt und ein Luftballonwettbewerb. Musikalisch gestaltet wird der Nachmittag von der Jugendkapelle Thierhaupten. Um 20 Uhr soll die Showband Oh la la für Hochstimmung im Zelt sorgen.

Festumzug mit vielen Blumen

Umzug mit Blumenwagen Der Festsonntag, 14. August, beginnt mit einem von Pfarrer Werner Ehnle zelebrierten Gottesdienst im Zelt um 9.30 Uhr. Beim Weißwurstfrühstück spielt die Musikkapelle Unteressendorf. Um 13.30 Uhr setzt sich der bekannte Festumzug in Gang. Bunte Motivwagen der Vereine, die mit vielen Dahlien gestaltet werden, und 13 Musikkapellen sorgen für einen Augen- und Ohrenschmaus. Nach dem Umzug unterhalten die Original Altbairischen Musikanten aus Aindling. Um 20 Uhr soll es wieder heiß her gehen, wenn die Joe Williams Band im Zelt musikalisch einheizt.

Verlängerung

Nachdem der Feiertag Mariä Himmelfahrt in diesem Jahr auf den Montag, 15. August, fällt, wird die Festwoche um einen sechsten Tag verlängert. Ab 10.30 Uhr wird das Zelt aufgesperrt und die Jugendkapelle unterhält die Gäste. Als besondere Attraktion findet von 11 bis 17 Uhr unter dem Motto „Landwirtschaft – Technik – früher und heute“ ein bunter Nachmittag statt. Dabei werden stündlich verschiedene Maschinen vorgestellt, es wird gedroschen und Oldtimer werden gezeigt. Außerdem gibt es ein Kinderprogramm mit attraktiven Preisen. Ab 13.30 Uhr kündigt die Musikkapelle Ellgau „Blasmusik vom Feinsten“ an und ab 16 Uhr übernimmt die SGL-Werkskapelle die Regentschaft auf der Musikantenbühne.

Zum Festausklang ab 19 Uhr laden die Original D’Lechtaler Musikanten zum Böhmischen Abend ein. Durch das Programm führt Georg Ried, der im Bayerischen Fernsehen die Sendung „Schwaben-weißblau“ moderiert.

Quelle: Augsburger Allgemeine

Der „Migl“ hat die Blasmusik im Blut

Michael Gastl blickt auf 60 Jahre Musikerleben zurück. Er hat die Original D’Lechtaler Musikanten mitgegründet

Die morgen beginnende 45. Festwoche steht im Zeichen der Blasmusik, zumal der Musikverein Ausrichter ist. Als Musikant auf der Bühne will Michael Gastl dabei sein, der als einer der älteren Aktiven heuer sein 60. Blasmusik-Jubiläum feiern kann.

Es ist gerade einmal ein paar Wochen her, als Michael Gastl aus Thierhaupten am 27. Juni seinen 75. Geburtstag feiern konnte. Außerdem blickt er heuer auf ein über sechs Jahrzehnte dauerndes Blasmusikerleben zurück. Er erinnert sich noch sehr genau daran, wie er im Jahr 1951 von Josef Klaus angesprochen wurde, in der „Sepp-Klaus-Jugendkapelle“ mitzuwirken. Klar war auch, dass er den Bass spielen sollte, wie in Bayern die Tuba genannt wird. „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“, dachte sich damals Michael Gastl und nahm den Bass seines Vaters Johann.

Michael Gastl, der überall liebevoll „Migl“ genannt wird, entwickelte sich zu einem Garanten im Verein, dessen Zuverlässigkeit alle schätzen. So auch seine Frau Irmgard, die er 1969 heiratete und aus dessen gemeinsamer Ehe eine Tochter und drei Söhne hervorgegangen sind. Franz Hölzl, Vorsitzender des Musikvereins Thierhaupten 1863 lobt Gastl in höchsten Tönen: „Migl ist ein Vollblutmusikant, schön, dass wir ihn haben!“

Trotz beruflichen Fleißes kam die Blasmusik bei „Migl“ Gastl nie zu kurz. Er besuchte eifrig die Proben und war auch als Aktiver der im Jahr 1967 gegründeten Original D’Lechtaler Musikanten dabei, die aufgrund der Qualität der Musik, der gesanglichen Einlagen und der „Showelemente“ bis heute das Publikum begeistern. Vorsitzender Franz Hölzl erinnert sich zudem an seine einzigartigen Beiträge auf Adventskonzerten und Ständchen, die stets humorvoll und in Mundart vorgetragen wurden.

Nie gestört hat Gastl all die Jahre, dass „sein Bass“ in einer Blasmusikkapelle nur die Rolle eines Begleitinstrumentes hat und Soli fast gänzlich fehlen. „Die Tuba ist ein Bassinstrument, welches zur Familie der Bügelhörner gehört und ist das tiefste aller gängigen Blechblasinstrumente“, klärt er auf. Über 30 Jahre war er in Thierhaupten nahezu der einzige, der den Bass gespielt hat. Mit Manfred Braun hat er nun aber längst einen zuverlässigen Partner und vor der Zukunft ist ihm auch nicht bange, da aktuell drei Jungbläser „sein Instrument“ erlernen.

Die Musik hat ihm stets Freude und Freunde bereitet

Michael Gastl, dem die „Blechmusi“ und speziell die Böhmische Blasmusik von Peter Schad und Ernst Mosch stets Freude und Freunde bereitet hat, schätzt und akzeptiert auch andere Musikrichtungen. Seine schönsten Erlebnisse und beste Erinnerungen hat er auf der Festwoche in Thierhaupten gemacht.

Obwohl er seit dem vergangenen Jahr einige gesundheitlichen Beeinträchtigungen hat, spielt er zuverlässig bei Geburtstagsständchen, Beerdigungen und als Aushilfe noch mit. Sein Ziel ist es, auch heuer bei einem der drei Auftritte der Original D’Lechtaler Musikanten im Festzelt mitzuspielen. Dies würde das Jahr schön abrunden, denn schließlich ist die 45. Auflage der Festwoche in Thierhaupten auch ein kleines Jubiläum.

Quelle: Augsburger Allgemeine